Zur Eindämmung von Gewalttaten mit Messern insbesondere in den Großstädten, ist das Führen
von Hieb- und Stoßwaffen sowie bestimmten Messern in der Öffentlichkeit seit 01.04.2008 laut § 42 a WaffG verboten. 
Mit bestimmten Messern sind Messer mit feststehenden Klingen und einer Länge über 12 cm sowie sämtliche
Einhandmesser - unabhängig von deren Klingenlänge - gemeint. 

Das Verbot des Führens gilt nicht, sofern ein berechtigtes Interesse vorliegt. 
Ein berechtigtes Interesse liegt insbesondere immer dann vor, wenn das Führen der Gegenstände im 
Zusammenhang mit der Berufsausübung erfolgt, der Brauchtumspflege, dem Sport oder einem allgemein 
anerkannten Zweck dient. 
Es geht hier um den sogenannten sozialadäquaten Gebrauch von Messern, sei es nun aus beruflichen Gründen 
oder auch in der Freizeit, wie dies zum Beispiel bei Wanderern, Pfadfindern, Campern, Anglern und Jägern der Fall ist. 
Selbst der normale Einsatz und das damit verbundene Führen bei einem Picknick ist weiterhin erlaubt.

Dem Gesetzgeber geht es einzig und allein darum, gegenüber Risikozielgruppen gegebenenfalls eine Handhabe 
zum Einschreiten zu haben, wobei es selbst hier bei Ordnungswidrigkeit bleiben und auf keinen Fall ein Strafbestand 
gegeben sein wird.